Storytelling und Heldenreise

Lego Serious Play Facilitating

Was war zuerst: Die hinreissenden Geschichten, die sich Menschen seit jeher erzählt haben? Sogenannte Narrative, in deren Kern sehr Wesentliches über Werden und Vergehen berichtet wird? Oder standen am Anfang doch die Visuals, beispielsweise aus den Höhlen von Lascaux, die eindrücklich davon künden, dass Graphic Recording keine Erfindung der Neuzeit ist, sondern bereits vor Jahrtausenden praktiziert wurde?

Seis drum, für unsere Zusammenhänge ist dies nicht entscheidend! Viel wichtiger ist jedoch, dass sich das Erzählen von Geschichten und das Visualisieren sehr gut verbinden lässt, dass beide voneinander viel nutzen können. So kann eine spannende Geschichte den Bildaufbau vorantreiben und uns dazu (ver)führen, ein Zuviel an Bildern auf das Wesentliche zu reduzieren, so wie wir das beim Graphic Recording immer tun - ganz im Sinne des Reduce to the max! Andersrum können wir mit Hilfe sprechender Bilder eine Story schön auf den Punkt bringen. Deshalb kombinieren wir die beiden in unserem Format des Visual Storytelling und finden so für alle Teilnehmenden einen sehr passenden Mix.

Komplexes ins Bild setzen und erzählen

Es fällt uns nicht immer leicht, komplexe Angelegenheiten, Themen und Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, sei es für den Austausch im Team oder wenn wir unsere Konzepte und Themen im Unternehmen verbreiten wollen. Die Methode der Storyline dient sich da an. Erstens erlaubt er denjenigen, die die Storyline entwickeln, sich mit dem Thema sehr vertraut zu machen und es zuzuschneiden auf Personen, Kunden und Stakeholder. Die Person(en) werden lebendig, erhalten einen Charakter, bekommen Farbe und Form. Mit Hilfe weiterer Fragen und Schwerpunkten können wir das komplexe Thema auf eine eigentliche Geschichte zuschneiden.

In unserem Visual Storytelling findet jede und jeder die Gelegenheit dazu, Wort und Bild zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden. Wir starten mit einer ad-hoc Story, die wir gleich ins Bild setzen, gehen über zu visual Brainstorming, einem ganz besonderen Format des SekundenSketches, verbinden mit Schere und Leim scheinbar Zufälliges zu einer kohärenten Geschichte und schaffen schliesslich die Grundlagen für eine Heldengeschichte.

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Wann ist man eigentlich Facilitator?

Facilitate Change Weiterbildung

Vor rund zehn Jahren, als ich als einer der ersten ausgebildeten Facilitator der Schweiz erwähnte, was ich arbeite und wie man dies bezeichnet, folgte wie das Amen in der Kirche rasch die Frage: Was, du machst Facilitymanagement? Auf meinen Hinweis, dass ich das Nasszellenmanagement nur zuhause betreibe, in Unternehmen jedoch Veränderungen ermögliche, wurde rasch klar, was Facilitating eigentlich meint. Heute ist das ganz anders und bezeichnen sich fast alle Facilitator, die etwas mit Design Thinking, Innovation, Changemanagement oder Veränderung am Hut haben und scheint geklärt zu sein, was Facilitating meint. Tatsächlich?

Darum die scheue Frage: Welche Grundkenntnisse sind nun eigentlich notwendig, um sich mit gutem Gewissen Facilitator zu nennen? Um dann beispielsweise komplexe Gruppenprozesse begleiten zu können, immer die feine Balance zwischen stimmiger Unterstützung und „Hilfe“ haltend, ohne dem Impuls zu folgen, zu retten. Reicht da ein BWL-, Ingenieur- oder Psychologie-Studium? Oder gar eine Design Thinking-Weiterbildung an einer der vielen Academies wie sie landauf/landab wie Kraut und Rüben aus dem Boden schiessen? Alles nur eine Frage des richtigen Toolbooks oder allsowas?

Certified Professional Facilitator - das CPF-Assessment der IAF

Oder doch besser zertifizieren? Die International Association for Facilitators hat zusammen mit ihren Mitgliedern über Jahre hinweg sogenannte Kernkompetenzen des Facilitators herausgearbeitet, deren Umsetzung im Rahmen eines CPF-Assessments geprüft werden. In diesen Kernkompetenzen "verstecken" sich so unterschiedliche Fähigkeiten wie "manage disruptive group behaviour", "create appropriate designs to achieve intended outcomes", bis hin zu "recognize conflict and its role within group learning". In einer Zeit des "anything goes" scheint ein Rahmenwerk an Kompetenzen und Skills etwas quer zur Landschaft zu stehen. Als erprobter Facilitator kann es jedoch hilfreich sein, sein eigenes Tun entlang von diesem Rahmen zu prüfen oder eben prüfen zu lassen. Selbstverständlich auch als erprobte Facilitatorin. Damit man dann als Certified Professional Facilitator beispielsweise im Länderchapter der IAF stimmiges Werkzeug zu Facilitating entwickeln und Kunden zur Verfügung  stellen kann. Bei Visualdynamics gehen wir diesen Weg, weil uns daran liegt, die eigentliche Tiefe von Facilitating (u.a. als Grundhaltung) in Change und Transformation ins Spiel zu bringen.

In der Schweiz kennen wir dazu auch wenige, dafür sehr spezische Ausbildungen, bei denen die Kompetenzen und Skills der IAF tatsächlich zum Tragen kommen. Kreative Lösungswege GmbH und Visualdynamics bieten diese an.

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Kollaboratives Führen in die Zukunft?

Was ist ein Facilitator

"Alles rennet, rettet und flüchtet." Das schrieb der Reformator Melanchthon vor doch recht langer Zeit, genau genommen vor etwa 500 Jahren. Dies ist insofern interessant, als dass wir das Gefühl haben, das einzige Zeitalter zu sein, das unter dromologischem Fieber leidet, also unter Geschwindigkeitsexzessen, permanentem Wandel und Veränderungsdruck. Allem Anschein nach scheinen Wandel, Geschwindigkeit und Veränderungsdruck jedoch der Welt inne zu wohnen, wie das eingangs erwähnte Zitat nahelegt (nicht beweist, das wäre etwas Anderes).

Neu sind heute jedoch verschiedene Dinge. Methoden wie Agile, Lean, Scrum, Design Thinking fordern viele Unternehmen dahingehend heraus, dass sie damit beginnen, die Form des Arbeitens, aber auch die Form der Organisation von Arbeit sehr stark zu verändern. Vereinzelt bis hin zur Selbstorganisation und somit weg von Command & Control. Für Menschen in Führung sind Anpassungsfähigkeit, smarter Umgang mit Komplexität und persönliche Veränderung elementar.

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Facilitation und LEGO SERIOUS PLAY im Pas-de-deux

"Ah, du arbeitest nun auch mit Lego, schön! Können wir da nicht rasch unseren Vertriebsprozess bauen?" - So oder ähnlich die Reaktionen auf meinen Hinweis, dass ich mittlerweile auch LEGO SERIOUS PLAY in einem Facilitation-Setting einsetze. LEGO SERIOUS PLAY dreht sich jedoch nicht um das Nachbauen von Betriebsprozessen, sondern darum, dem Gestalt zu geben, was auf den ersten Blick nicht sichtbar, geschweige denn greifbar ist. Wie sieht denn nun gelingende Kommunikation aus? Oder "Unsere Zugänge zu Selbstorganisation"? LEGO SERIOUS PLAY ist dafür eine sehr stimmige Herangehensweise, den Kern sichtbar zu machen. Diejenigen, die damit arbeiten, brauchen dafür das Rüstzeug vertiefter Facilitation.

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Facilitation Week 2019 - erstmals auch in der Schweiz

Facilitation Week

Seit einigen Jahren führt die International Association for Facilitators (IAF) immer im Oktober Facilitation-Weeks durch, um auf diese Weise auf die engagierte, intensive und für unsere Zeit so wichtige Arbeit des Facilitating hinzuweisen, das mehr umfasst als nur das Leiten von Design Thinking-Workshops oder Agile-Retros, wie das doch immer mal wieder kolportiert wird.

Seit knapp zwei Jahren gibt es in der Schweiz eine Meetupgruppe Facilitation Change, die sich der Weiterverbreitung dieser Art das Facilitating verschrieben hat. Einige Exponenten dieser Gruppe organisieren nun am 12. Oktober 2019 den ersten Facilitation-Day in der Schweiz. Wir werden an diesem Tag in Bern in verschiedenen Workshops Facilitating für Facilitator|innen anbieten.

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