Facilitation Team Basics

Die Ausbildung zum Certified Facilitator - Teil 1

Menschen verstehen. Entwicklungsräume gestalten. Veränderung ermöglichen.

12 Tage Grundausbildung in drei Modulen – professionell, systemisch, neurosystemisch und traumasensibel.

Einzigartig in der Schweiz: Wir richten unsere zwölftägige Facilitation-Grundausbildung in dieser kompakten Form als einzige in der Schweiz konsequent an den sechs Kernkompetenzen und der Ethik der International Association of Facilitators (IAF) aus. Geleitet wird die Ausbildung von Daniel Osterwalder, seit bald sechs Jahren Certified Professional Facilitator (CPF nach IAF), Yuki Clénin und Daniel Gilgen.

Veränderung lässt sich beschliessen, planen und organisieren. Ob Menschen sie mittragen, ob Teams neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln und ob Organisationen tatsächlich lernen, lässt sich jedoch nicht anordnen.

Entwicklung entsteht dort, wo Menschen Sicherheit erfahren, Verantwortung übernehmen, Beziehungen gestalten und gemeinsam lernen können.

Das ist der Ort, wo unsere Art von Facilitation beginnt. Facilitator schaffen und begleiten Räume, in denen Menschen, Teams und Organisationen ihre eigenen Antworten entwickeln können. Sie ermöglichen Beteiligung, machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar, begleiten Spannungen und unterstützen Gruppen dabei, zu tragfähigen Entscheidungen und Ergebnissen zu gelangen. Unsere Ausbildung verbindet drei Perspektiven: die international anerkannten Kompetenzen professioneller Facilitation nach IAF, systemisches Denken und Organisationsentwicklung sowie die neurosystemischen und traumasensiblen Grundlagen unserer INTO-Arbeit.

Dabei geht es nicht nur darum, Prozesse methodisch gut zu gestalten. Wir wollen verstehen, unter welchen Bedingungen Menschen überhaupt lernen, kooperieren und sich verändern können – und weshalb dies unter Stress, Unsicherheit oder Bedrohung oft nicht mehr gelingt.

Modul 1 – Ich als Facilitator

Selbstführung, Haltung und die eigene Regulationsfähigkeit

Professionelle Facilitation beginnt bei der eigenen Person. Unsere Überzeugungen, Erfahrungen, Schutzstrategien und Verhaltensmuster beeinflussen, wie wir Gruppen wahrnehmen, Beziehungen gestalten und auf Unsicherheit oder Konflikte reagieren. Wir beschäftigen uns deshalb mit der eigenen Haltung, mit Glaubenssätzen, Ressourcen und Grenzen sowie mit der Frage, wie wir auch in anspruchsvollen Situationen präsent und handlungsfähig bleiben können.

Ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Neurosystemischen Integration und traumasensiblen Perspektiven. Wir lernen Grundlagen des autonomen Nervensystems kennen, beschäftigen uns mit Stress- und Schutzreaktionen, dem Stresstoleranzfenster, Selbstregulation und Co-Regulation. Wir untersuchen, welche Bedeutung erlebte Sicherheit für Wahrnehmung, Lernen, Beziehung und Veränderung hat. Dabei geht es nicht um therapeutische Arbeit, sondern um eine differenzierte Wahrnehmung des eigenen Erlebens und der Prozesse, die in Gruppen wirksam werden können.

Wer Entwicklungsräume für andere gestalten möchte, sollte zunächst verstehen, was im eigenen Nervensystem geschieht – und wie sich das auf die eigene Facilitation auswirkt.

Modul 2 – Ich als Facilitator im Team

Beteiligung ermöglichen, Beziehungen gestalten, gemeinsam lernen

Im zweiten Modul wenden wir uns der konkreten Arbeit mit Gruppen und Teams zu. Wir lernen, Aufträge zu klären, Ziele zu vereinbaren, geeignete Prozesse zu gestalten und unterschiedliche Facilitation-Methoden wirksam einzusetzen. Im Zentrum stehen Gruppendynamik, Beteiligung, Kommunikation, Konflikte und kollektive Entscheidungsprozesse. Wir beschäftigen uns damit, wie gemeinsames Verständnis entstehen kann, ohne unterschiedliche Perspektiven vorschnell einzuebnen.

Die INTO-Perspektive erweitert dabei unser Verständnis von Gruppenprozessen: Wie beeinflussen Stress, Unsicherheit und Machtverhältnisse die Beteiligung? Was ermöglicht psychologische Sicherheit? Wie können wir Spannungen bearbeiten, ohne Menschen zu überfordern? Und wie gestalten wir Lernprozesse, in denen Menschen ermutigt, befähigt und zur eigenständigen Gestaltung ermächtigt werden. Die Teilnehmenden übernehmen eigene Facilitation-Sequenzen, erhalten differenziertes Feedback und reflektieren ihre Wirkung.

Gute Facilitation schafft nicht bloss Beteiligung. Sie gestaltet Bedingungen, unter denen Menschen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und als Gruppe wirksam werden können.

Modul 3 – Ich als Facilitator in der Organisation

Entwicklungsräume öffnen, statt Veränderung anzuordnen

Organisationen sind soziale Systeme. Ihre Entwicklung hängt nicht allein von Strategien, Strukturen und Prozessen ab, sondern ebenso von Beziehungen, Erfahrungen, kulturellen Mustern und den Bedingungen, unter denen Menschen zusammenarbeiten. Wir verbinden deshalb systemische Organisationsentwicklung mit den Grundideen von INTO: Entwicklung lässt sich nicht verordnen. Führung und Facilitation gestalten Bedingungen, unter denen Entwicklung möglich wird.

Wir untersuchen, weshalb Veränderungsprozesse trotz guter Konzepte scheitern können, welche Rolle Sicherheit, Vertrauen und Verantwortung spielen und wie sich chronischer Stress, Überforderung oder Change Fatigue auf Lern- und Veränderungsfähigkeit auswirken. Dabei beschäftigen wir uns mit der Gestaltung sicherer und zugleich herausfordernder Entwicklungsräume, mit organisationalen Spannungsfeldern, Widerstand, Kulturentwicklung und der Frage, wie Veränderung nicht nur verstanden, sondern im konkreten Alltag wirksam werden kann. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Erfahrungen aus einem selbst durchgeführten Praxisworkshop und entwickeln daraus ihre professionelle Facilitation weiter.

Im Zentrum steht die Frage, wie wir Organisationen dabei unterstützen, nicht einfach Veränderungen umzusetzen, sondern ihre eigene Entwicklungsfähigkeit zu stärken.

Professionelle Facilitation nach IAF – unser Fundament

Die sechs Kernkompetenzen und die Ethik der International Association of Facilitators (IAF) bilden den professionellen Rahmen aller drei Module. Sie umfassen Auftragsklärung und Zusammenarbeit mit Auftraggebenden, Prozessdesign, Partizipation, Ergebnisorientierung, professionelle Weiterentwicklung sowie Haltung und Integrität.

Damit unterscheidet sich Facilitation Basics von einer klassischen Moderations- oder Methodenausbildung. Wir lernen nicht nur, was wir tun können, sondern verstehen zunehmend, warum, wann und unter welchen Bedingungen eine Intervention hilfreich ist. Unsere Aus- und Weiterbildungen zum CPF, zum zertifizierten «Coach für NI Neurosystemische Integration® – ganzheitlich-integrative Traumaarbeit» und die Weiterbildungen in neurosystemischen und traumasensiblen Ansätzen und unsere langjährige Erfahrung in Facilitation und Organisationsentwicklung fliessen in die Gestaltung aller drei Module ein.

Die Ausbildung schafft zugleich eine fundierte Grundlage für eine spätere internationale IAF-Zertifizierung. Diese erfolgt unabhängig vom Lehrgang und nach den jeweils geltenden Zulassungsbedingungen.

Lernen durch Erleben, Anwenden und Reflektieren

Facilitation lässt sich nicht allein aus Büchern lernen. Deshalb arbeiten wir intensiv mit konkreten Erfahrungen, eigenen Fragestellungen, praktischen Übungen und realen Herausforderungen aus dem Berufsalltag.

Die Ausbildung umfasst zwölf Präsenztage in drei aufeinander aufbauenden Modulen, die nur gemeinsam gebucht werden können. Zwischen den Modulen treffen wir uns jeweils zweimal für eine Stunde online. Damit vertiefen wir das Gelernte und sammeln gleichzeitig Erfahrungen mit Remote Facilitation.

Zwischen Modul 2 und Modul 3 entwickeln die Teilnehmenden in Dreiergruppen einen zwei- bis vierstündigen Workshop, führen ihn mit einer realen Gruppe durch und dokumentieren ihn für die gemeinsame Reflexion. Für Vorbereitung und Praxisarbeit kommen rund eineinhalb Tage hinzu.

Für wen ist die Ausbildung gedacht?

Facilitation Basics richtet sich an Coaches, Berater, Organisationsentwickler, Projektleiter, Agile Coaches, Scrum Master, Design Thinker, Führungskräfte und alle, die Gruppen, Teams und Organisationen professionell begleiten möchten.

Sie richtet sich insbesondere an Menschen, die mehr wollen als einen umfangreichen Methodenkoffer: die verstehen möchten, wie Entwicklung entsteht, weshalb sie manchmal blockiert wird und wie sie selbst Bedingungen gestalten können, unter denen Menschen gemeinsam wachsen und wirksam werden.

Facilitation ist mehr als ein Methodenkoffer

Nach zwölf Tagen verfügst du über ein fundiertes Verständnis professioneller Facilitation, kannst Gruppenprozesse gestalten und begleiten und deine eigene Wirkung differenzierter wahrnehmen. Du verbindest methodische Kompetenz mit systemischem Denken, einem neurosystemischen Verständnis menschlichen Verhaltens und einer reflektierten professionellen Haltung. Vor allem wirst du gelernt haben, immer wieder neu zu fragen:

Was brauchen diese Menschen, dieses Team und diese Organisation, damit Entwicklung möglich wird – und was ist meine Aufgabe als Facilitator dabei?

Denn professionelle Facilitation bedeutet nicht, für andere die richtigen Antworten zu finden.

Sie bedeutet, Räume zu gestalten, in denen Menschen ihre eigenen Antworten entwickeln und gemeinsam Verantwortung für deren Umsetzung übernehmen können.

No items found.

Interessiert?

Trainings in diesem Bereich passen wir individuell an Sie und ihr Team an und führen sie 'Inhouse' durch. Nehmen Sie Kontakt auf, um Fragen zu klären und Bedürfnisse zu besprechen.

Anmeldung: Durchführungen des Trainings

Start:
17.2.2027
Ort:
Bern
Anmeldung geschlossen
Anmeldung geschlossen
Anmeldefrist
12.2.2027
Kursdaten
•
17
.
2
.
–
20
.
2
.
2027
•
19
.
5
.
–
22
.
5
.
2027
•
8
.
9
.
–
11
.
9
.
2027
Kurszeiten
Wir arbeiten immer von 09:00 - 16:00 Uhr
Adresse
Bern
Weitere Informationen

Trainer:innen
Daniel Osterwalder
Visionssucheleiter in europäischer Tradition, CPF (Certified Professional Facilitator)
Yuki Clénin
Facilitatorin, Teamentwicklerin, Agile Coach
Start:
8.9.2027
Ort:
Winterthur
Anmeldung geschlossen
Anmeldung geschlossen
Anmeldefrist
20.8.2027
Kursdaten
•
8
.
9
.
–
11
.
9
.
2027
•
10
.
11
.
–
13
.
11
.
2027
•
19
.
1
.
–
22
.
1
.
2028
Kurszeiten
Wir starten jeweils um 8 Uhr 30 mit einem Begrüssungskaffee und arbeiten bis 16 Uhr.
Adresse
Zum Hinteren Hecht
Tösstalstr. 1
8400
Winterthur
Weitere Informationen

Trainer:innen
Daniel Osterwalder
Visionssucheleiter in europäischer Tradition, CPF (Certified Professional Facilitator)
Daniel Gilgen
Facilitator

Anmeldung via «House of Facilitation»

Dieses Trainings wird vom House of Facilitation veranstaltet. 
Die Anmeldung erfolgt über houseoffacilitation.ch.

Partner:innen

No items found.

Häufige Fragen

Muss ich Scrum Master sein oder bereits Kenntnisse in agiler Organisationsentwicklung mitbringen?

Nein. Im Gegenteil: Professionelle Facilitation vermittelt dir wesentliche Kompetenzen, die auch für agile Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung entscheidend sind.

Du lernst, wie du Beteiligung ermöglichst, Gruppenprozesse gestaltest, mit Unsicherheit und Konflikten umgehst und Teams dabei unterstützt, eigenständig Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig verstehst du, welche Bedeutung Sicherheit, Selbstregulation, Beziehung und gemeinsames Lernen für nachhaltige Veränderungen haben.

Damit schaffst du eine fundierte Grundlage, um agile Arbeitsweisen einzuführen, weiterzuentwickeln oder bestehende Veränderungsprozesse professionell zu begleiten. Facilitation geht dabei weit über Agilität hinaus: Sie ist überall dort gefragt, wo Menschen gemeinsam lernen, entscheiden und Verantwortung übernehmen.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung erfüllen?

Du brauchst weder eine bestimmte Ausbildung noch methodische Vorkenntnisse. Entscheidend sind deine Neugier auf Menschen und Organisationen, deine Bereitschaft zur Selbstreflexion und dein Interesse daran, Gruppen und Veränderungsprozesse professionell zu begleiten.

Wir arbeiten erfahrungsorientiert und praxisnah. Das bedeutet auch, die eigene Haltung zu hinterfragen, Neues auszuprobieren, Feedback anzunehmen und sich mit den eigenen Verhaltensmustern auseinanderzusetzen.

Die drei Module bilden einen zusammenhängenden Entwicklungsprozess und werden deshalb als gesamte Ausbildung besucht.

Erhalte ich nach Abschluss der Ausbildung ein Zertifikat?

Ja. Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du ein Ausbildungszertifikat von Visualdynamics, das deine Teilnahme und die erworbenen Kompetenzen in professioneller Facilitation dokumentiert.

Unsere Ausbildung orientiert sich konsequent an den sechs Kernkompetenzen und der Ethik der International Association of Facilitators (IAF). Damit lernst du auf der Grundlage eines international anerkannten professionellen Kompetenzmodells.

Das Visualdynamics-Zertifikat ist jedoch keine IAF-Zertifizierung. Wenn du deine Facilitation-Kompetenzen international anerkennen lassen möchtest, bietet die IAF eigenständige Zertifizierungswege, beispielsweise den Endorsed Facilitator (EF) oder den Certified Professional Facilitator (CPF). Dafür gelten jeweils separate Anforderungen und Prüfverfahren.

Facilitation Basics bereitet dich fachlich auf diesen Weg vor, ersetzt jedoch keine Zertifizierung durch die IAF.

Einige Impressionen

No items found.
Modus
3 Module à 4 Tage (Total 12 Tage)
Zulassung
frei für alle Interessierten
Zertifikat
Certified Facilitator Basic
Sprache
Deutsch
Kosten
6800
CHF
–
7200
CHF
Privatkunden können sich gerne über den Preisrange mit uns austauschen